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TU-ID: 150 | 2023 | 48 | 223550

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Universitätsprofessor_in

für das Fachgebiet "Umwelt- und Partikelverfahrenstechnik"

Die Technische Universität Wien ist Österreichs größte Forschungs- und Bildungseinrichtung im technisch- naturwissenschaftlichen Bereich und leistet seit mehr als 200 Jahren einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Forschungsstandorts Österreich. Unter dem Motto "Technik für Menschen" betreiben an der TU Wien rund 26.000 Studierende und mehr als 4.000 Wissenschaftler_innen in diesem Sinne Forschung, Lehre und Innovation.
Am Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften der Fakultät für Technische Chemie der TU Wien ist die Stelle eines_einer Universitätsprofessor_in für das Fachgebiet Umwelt- und Partikelverfahrenstechnik in einem unbefristeten vertraglichen Dienstverhältnis (Vollbeschäftigung) ab Oktober 2024 zu besetzen.

Es handelt sich um eine Professur gemäß § 98 UG 2002.

Die Professur für Umwelt- und Partikelverfahrenstechnik ist im Entwicklungsplan der TU Wien den folgenden TU Forschungsschwerpunkt[en] zugeordnet: Energy and Environment.

Die in der Fakultät für Technische Chemie vorhandenen Forschungsaktivitäten im Bereich der Umweltverfahrenstechnik, der mechanischen Verfahrenstechnik, der Partikeltechnologie und angrenzenden Gebieten der Verfahrenstechnik sollen durch die starke umwelttechnische Ausrichtung das Fachgebiet der Umweltverfahrenstechnik mit einem Fokus auf (Nano)Partikeltechnologien im Hinblick auf Umweltschutz und Partikelmigration, synergistisch gestärkt und ergänzt werden. Die Umweltverfahrenstechnik umfasst alle Verfahren und Technologien, die sich präventiv oder reaktiv mit dem Schutz der Umwelt befassen und/oder mit der Rohstoffsicherung aus Abfall- oder Nebenströmen in der verfahrenstechnischen Produktion. Zu wichtigen Kernthemen in der Forschung zählen moderne Methoden des produktionsintegrierten Umweltschutzes, das Recycling sowie Analyse, Vermeidung und Sanierung im Bereich der Entstehung und Ausbreitung von Schadstoffen, insbesondere Partikelemissionen in der Luft, in Gewässern und im Boden. Die Professur soll im Bereich der Forschung unter Berücksichtigung ökologischer, ökonomischer und gesetzlicher Aspekte ganzheitliche Strategien entwickeln, Verfahren konzipieren, Anlagen planen, bauen oder betreiben. Die Professur soll einen besonderen Fokus auf das Fachgebiet Partikelverfahrenstechnik, entweder im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Luft-, Wasser oder Bodenverschmutzung sowie der jeweiligen Partikelmigration legen, in dem die Technologien (poly)disperser Systeme erforscht werden, wie sie bei der Charakterisierung und Behandlung von feindispersen Systemen (Stäuben) genauso wie bei grobdispersen Systemen in nahezu allen Bereichen etwa des Rohstoffrecyclings erforderlich sind. In dieser Hinsicht soll auch das traditionelle Fachgebiet der Mechanischen Verfahrenstechnik abgedeckt werden. Im Rahmen immer strengerer Umweltanforderungen kann insbesondere grüne (Nano)Partikeltechnologie den aktuellen Stand der Technik etwa in der chemischen Industrie, der Petrochemie, aber auch der Landwirtschaft, der Abwasserbehandlung, der Lebensmitteltechnologie und der pharmazeutischen Industrie auf ein neues Niveau heben. 

Als exemplarische, zukunftsfähige Forschungsthemen seien an der Schnittstelle zur technischen Chemie und der Umweltverfahrenstechnik genannt: grüne Prozesse und Fertigungstechnologien zur Synthese, Bildung und Modifizierung von Nanopartikeln und deren Anwendung bei der Herstellung grüner Produkte, für neue chemische Reaktordesigns und für die Prozessintensivierung; Prozesse, die auch Nanopartikel nützen, etwa zur Überwachung und Entfernung von Mikroschadstoffen, einschließlich Mikroplastik; Charakterisierungsmethoden, Techniken und Indikatoren für grüne partikelbasierte Materialen und Produkte sowie die begleitende Modellierung zur Beschreibung von Partikel-Fluid Mischungen.

Hierfür wird eine Persönlichkeit mit herausragendem akademischem Profil und facheinschlägiger internationaler Erfahrung gesucht, die in der Lage ist, das Forschungs- und Lehrangebot an der TCH durch Themen der Partikeltechnologie und -verfahrenstechnik sowie der Umweltverfahrenstechnik mit den oben genannten Schwerpunkten auf exzellentem Niveau zu erweitern.

Neben der Forschung beinhalten die Aufgaben einer_s Universitätsprofessor_in an der TU Wien auch Lehrtätigkeit (auf Deutsch und Englisch) in Bachelor-, Master- und PhD-Studiengängen (fakultätsintern, interfakultär und auch im Rahmen universitätsübergreifender kooperativer Curricula) sowie Mitarbeit im Management des Instituts und der Fakultät. Die Aufgaben in der Lehre umfassen dabei die Vertretung des Faches Umwelt- und Partikelverfahrenstechnik in Bachelor- und Masterstudiengängen sowie Abhaltung von Vorlesungen und Laborübungen zu fachnahen Themen in den Studiengängen der Fakultät für Technische Chemie.

An der Fakultät Technische Chemie, eine der acht Fakultäten der TU Wien, ist „Nachhaltigkeit, Energie & Umwelt (Sustainability, Energy & Environment)“ einer der vier Forschungsschwerpunkte mit vielen entsprechenden Aktivitäten in allen vier Instituten der Fakultät. Entsprechend sind für die ausgeschriebene Professur sehr breite Kooperationsmöglichkeiten vorhanden und synergistische Zusammenarbeiten mit vorhandenen Forschungsgruppen sind explizit gewünscht. Von potentiell hoher Relevanz für die neue Professur ist auch die bestehende Infrastruktur für Partikelmesstechnik am Institut, das technisch sehr gut ausgestattete X-Ray-Center der TUW (XRC) sowie eine in der Finalplanung befindliche neue verfahrenstechnische Technikumsanlage, welche völlig neue Möglichkeiten für verfahrenstechnische Experimente im Pilotmaßstab bieten wird.

Ihr Profil:

  • Ein der Verwendung entsprechendes abgeschlossenes Doktorats- oder PhD- Studium an einer inländischen oder gleichwertigen ausländischen Universität oder Forschungseinrichtung
  • Eine an einer inländischen oder gleichwertigen ausländischen Universität erworbene Lehrbefugnis (Venia docendi) oder eine der Lehrbefugnis als Universitätsdozent_in gleich zu wertende wissenschaftliche Befähigung
  • Hohe wissenschaftliche Reputation, nachgewiesen durch Publikationen in international renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschriften, durch Preise, Patente, wissenschaftliche Vortragstätigkeit, Herausgeber_innen- und Gutachter_innen-Tätigkeit, Organisation von Konferenzen, etc.
  • Fähigkeit zur Netzwerkbildung, nachgewiesen z.B. durch längere facheinschlägige Auslandsaufenthalte oder/und durch Kooperation mit ausländischen und inländischen Universitäten bzw. Forschungseinrichtungen
  • Erfahrung in der Akquisition, Abwicklung und Leitung von Forschungsprojekten
  • Eignung und Bereitschaft zur Führung eines Forschungsbereichs oder einer Forschungsgruppe
  • Pädagogische und didaktische Eignung für akademische Lehre im genannten Fachgebiet in englischer und deutscher Sprache
  • Erfahrung in der Betreuung von wissenschaftlichen Arbeiten Studierender
  • Sozial- und Genderkompetenz sowie Erfahrung im Bereich der Nachwuchs- und Frauenförderung. (Im Zuge des fortgeschrittenen Auswahlprozesses erfolgt eine professionell begleitete Erhebung der Sozialkompetenzen).
  • Bereitschaft den Lebensmittelpunkt nach Wien zu verlegen (Vor-Ort Präsenz) 
  • Sofern keine ausreichenden Deutschkenntnisse vorliegen, wird die Bereitschaft zum baldigen Erlernen der deutschen Sprache vorausgesetzt, welche die Mitarbeit im Management des Instituts, der Fakultät und in universitären Gremien ermöglicht, sowie den Unterricht in Bachelorstudien.        

Wir bieten:

  • Exzellente Arbeitsbedingungen in einem attraktiven Forschungsumfeld
  • Ein attraktives Gehalt und andere Zusatzleistungen (Fringe-Benefit Katalog der TU Wien)
  • Finanzielle Unterstützung der Forschungsaktivitäten in den ersten Jahren (Geräteausstattung etc.)
  • Unterstützung bei der Übersiedlung nach Wien
  • Dual Career Advice, das Partner_innen und Familien der an die TU Wien berufenen Universitätsprofessor_innen verschiedene individuell auf ihre Situation abgestimmte Unterstützungsangebote anbietet, um den Wechsel an die TU Wien zu erleichtern.
  • Ein mitarbeiterfreundliches Umfeld in einer Stadt mit einer außergewöhnlich hohen Lebensqualität
Die TU Wien strebt eine Erhöhung des Frauenanteils insbesondere in Leitungsfunktionen an und fordert daher qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Bei gleicher Qualifikation werden Frauen vorrangig aufgenommen, sofern nicht in der Person eines gleich qualifizierten Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Wir sind bemüht, Menschen mit Behinderung mit entsprechender Qualifikation einzustellen und fordern daher ausdrücklich zur Bewerbung auf. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Behindertenvertrauensperson der TU Wien, Herrn Gerhard Neustätter.
Es ist eine Einreihung in die Verwendungsgruppe A1 des Kollektivvertrages für Arbeitnehmer_innen der Universitäten und ein Mindestgehalt bei Vollbeschäftigung von EUR 81.571,00 Jahresbrutto vorgesehen. Darüber hinaus wird zusätzlich zur Mitarbeitervorsorgekasse auch eine betriebliche Pensionsvorsorge – abhängig von der Beschäftigungsdauer - eingerichtet, so dass sich dann Ihre Personalleistungen erhöhen. Explizit wird darauf hingewiesen, dass ein in Abhängigkeit von Qualifikation und Erfahrung höheres Entgelt, sowie Detailinformationen zu Benefits, Gegenstand von Berufungsverhandlungen ist.

Allgemeine Informationen finden Sie unter folgenden Links:
Bewerbungen in deutscher oder englischer Sprache haben mindestens folgende Unterlagen zu beinhalten:
  • Einen ausführlichen Lebenslauf (samt beruflichem und wissenschaftlichem Werdegang)
  • Ein kurzes Motivationsschreiben
  • Eine Darstellung der bisherigen akademischen Tätigkeiten inkludierend eine Übersicht über durchgeführte Forschungsprojekte bzw. eingeworbener Drittmittel (Projektvolumen, Auftrags- bzw. Fördergeber, Dauer etc.), erhaltene Preise, Patentliste, Informationen über etwaige Gutachter- und Expertentätigkeit, organisierte Konferenzen und sowie ein Verzeichnis der Vortrags- und Lehrtätigkeit inkludierend eine Liste der abgehaltenen universitären Lehrveranstaltungen, eine Liste der betreuten wissenschaftlichen Arbeiten Studierender sowie eine Liste der eingeladenen Vorträge
  • Eine umfassende Publikationsliste (mit einem Link zu einem eindeutigen Forschungsidentifikator wie ORCID) und Kopien der fünf wichtigsten Publikationen
  • Ein Forschungs- sowie ein Lehrkonzept (inkl. Darlegung der eingesetzten didaktischen Methoden) mit Überlegungen zur künftigen Positionierung und Weiterentwicklung des genannten Fachgebiets
  • Relevante Zeugnisse und Bescheide (sind über +Weitere Dokumente upzuloaden)
  • Ein Datenblatt (ist über +Weitere Dokumente ausgefüllt upzuloaden)

Wir freuen uns über Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen bis zum 08.02.2024. Bitte beachten: Die Bewerbungsfrist wurde auf 29.02.2024 verlängert.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an:

Bewerbungsmanagement:
Tel.: +43 (1) 588 01 DW 406201 Carmen Keck, Informationen zum Bewerbungsprozess

Fakultät für Technische Chemie: 
Tel.: +43 (1) 588 01 DW 15001 Dekan Univ.-Prof. Dr. Marko Mihovilovic
Tel.: +43 (1) 588 01 DW 15002 Dekanatsleiterin Sabrina Lamprecht

Berufungsservice: Informationen über den Stand des Verfahrens
Technik für Menschen
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